Erstes Symposium zur Vorbereitung des Armuts- und Reichtumsberichts

Am 27. Januar 2015 fand auf Einladung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales das erste Symposium zur Vorbereitung des Fünften Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung statt.

Gruppenfoto der Teilnehmer des Symposiums zur Vorbereitung des Armuts- und Reichtumsberichts

Am Dienstag, dem 27. Januar 2015, fand auf Einladung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) das erste Symposium zur Vorbereitung des Fünften Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung (5. ARB) statt. Ziel der Veranstaltung war der Austausch mit dem Wissenschaftlichen Gutachtergremium und dem überwiegend aus Wohlfahrtsverbänden und anderen Nichtregierungsorganisationen bestehenden Beraterkreis, die die Erstellung des Berichts fachlich begleiten werden. Es nahmen etwa 100 Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft, von Verbänden und Sozialpartnern sowie verschiedener Ressorts der Bundesregierung teil.

Bundesministerin Andrea Nahles unterstrich in ihrer Begrüßung, dass der 5. ARB im Dialog mit Wissenschaft und Verbänden erstellt werden soll. Die zentrale Aufgabe des Armuts- und Reichtumsberichts sei es, wesentliche Aspekte gesellschaftlicher Entwicklung so zu beschreiben und zu erklären, dass daraus Handlungskonzepte für die Politikgestaltung gewonnen werden können. Dafür sei es wichtig, neben einer detaillierten Analyse von Armut und sozialer Ausgrenzung in Deutschland auch die Entwicklung von Reichtum und seine Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärker in den Blick zu nehmen.  

Das BMAS informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Grundzüge der Planungen, die sich im Wesentlichen an der Konzeption und der Struktur des Vierten Armuts- und Reichtumsberichts orientieren. Zusätzlich zu der allgemeinen Analyse von Armut, sozialer Mobilität und der Einkommens- und Vermögensverteilung, die mit dem Fünften Armuts- und Reichtumsbericht fortgeschrieben und weiterentwickelt wird, sind eine Fokussierung auf das jüngere und mittlere Erwachsenenalter sowie eine Erweiterung um drei Schwerpunktthemen vorgesehen: Auswirkungen atypischer Beschäftigungsformen auf die berufliche Entwicklung und Erwerbseinkommen im Lebensverlauf,  die Relevanz sozialräumlicher Segregation sowie Reichtum. Das BMAS hat entsprechende Begleitforschungsprojekte in Auftrag gegeben bzw. fördert ihre Durchführung. Sie wurden im Rahmen des Symposiums vorgestellt.

In einer von Ulrike Herrmann moderierten Podiumsrunde diskutierten Prof. Dr. Jutta Allmendinger (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, WZB), Annelie Buntenbach (DGB), Dr. Christina Deckwirth (LobbyControl e.V.), Ulrike Mascher (Sozialverband VdK Deutschland) und Prof. Dr. Gerhard Wegner (Sozialwissenschaftliches Institut der EKD) mit Staatssekretär Thorben Albrecht über ihre Erwartungen an den 5. ARB.

Das BMAS hat dem Wunsch eines intensiven Meinungsaustauschs seitens der Experten bereits in der Erstellungsphase des ARB entsprochen. Es wird den Dialog mit dem Wissenschaftlichen Gutachtergremium und dem Beraterkreis in weiteren Fachveranstaltungen fortsetzen. Das zweite Symposium wird sich im Frühjahr 2015 der Weiterentwicklung des Indikatorensets widmen, das für die Armuts- und Reichtumsberichterstattung herangezogen wird. Im Herbst 2015 sollen erste Ergebnisse der Forschungsprojekte Gegenstand eines weiteren Symposiums sein. Die Vorlage des Fünften Armuts- und Reichtumsberichts ist für 2016 geplant.

Bereichsmenu

Zusatzinformationen