Allgemeines zum Indikatorentableau

Auch der Fünfte Armuts- und Reichtumsbericht bietet tabellarische Übersichten zu den wichtigsten Kennziffern. Das Tableau dieser Kernindikatoren wird kontinuierlich fortgeschrieben und weiterentwickelt. Es beschreibt das Niveau und die zeitliche Entwicklung der Indikatoren sowohl in einer Gesamtschau, als auch für zahlreiche gesellschaftliche Teilgruppen. Die Darstellung und Bewertung der Indikatoren in ihrer zeitlichen Entwicklung bleibt damit ein wichtiger Bestandteil der Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung.

Etliche Sachverhalte lassen sich nur durch ein Bündel von Indikatoren adäquat darstellen. Bei der Interpretation komplexer Inhalte sollte daher nach Möglichkeit auf die ganze Breite der vorhandenen Kennziffern zurückgegriffen werden.

Gesellschaft

Öffnet Seite:Vermögensverteilung

Vermögensverteilung

Ein individuelles Vermögen steht für finanzielle Unabhängigkeit und materielle Absicherung. Seine Streuung über die Bevölkerung wird oft im Zusammenhang mit Verteilungsgerechtigkeit diskutiert.

Öffnet Seite:Lebenserwartung

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung steigt infolge gesunkener Kinder- und Säuglingssterblichkeit sowie durch den Aufschub der Sterblichkeit in höhere Lebensalter. Dies hat Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche.

Öffnet Seite:Investitionen in Bildung

Investitionen in Bildung

Bildungsinvestitionen dienen dazu, das Bildungsniveau der Bevölkerung zu halten oder zu verbessern, soziale Unterschiede in Bildungschancen zu verringern und die Zukunftsfähigkeit des Gemeinwesens zu sichern.

Armut

Öffnet Seite:Überschuldung

Überschuldung

Überschuldung liegt vor, wenn Zahlungsverpflichtungen dauerhaft nicht erfüllt werden können. Verursacht durch den ökonomischen Druck leiden Betroffene zusätzlich häufig unter sozialen oder psychischen Belastungen.

Öffnet Seite:Materielle Deprivation

Materielle Deprivation

Der Indikator zur materiellen Deprivation oder materiellen Entbehrung misst, inwieweit sich Personen als üblich geltende Güter und Aktivitäten nicht leisten können.

Öffnet Seite:Armutsrisikoquote

Armutsrisikoquote

Ein geringes Einkommen deutet auf eine eingeschränkte gesellschaftliche Teilhabe des betroffenen Haushalts hin.

Reichtum

Öffnet Seite:Einkommensmillionäre

Einkommensmillionäre

Hier werden diejenigen Steuerpflichtigen ausgewiesen, deren Gesamtbetrag der zu versteuernden Einkünfte eine Million Euro oder mehr beträgt.

Öffnet Seite:Einkommensanteil der Spitzenverdiener

Einkommensanteil der Spitzenverdiener

Hier werden auf Basis administrativer Einkommensteuerdaten Informationen über die Spitzenverdienste genauer untersucht.

Öffnet Seite:Top-Nettovermögende

Top-Nettovermögende

Vermögen kann als monetäre Absicherung des Lebensstandards in den Wechselfällen des Lebens oder im Alter verstanden werden, ein hohes Vermögen kann noch darüber hinaus weite Gestaltungsspielräume eröffnen.

An dieser Stelle wird das Kernindikatorentableau fortgeschrieben, das erstmals im Zweiten Armuts- und Reichtumsbericht enthalten war.

Das Tableau beschreibt zurzeit:

  • 20 Indikatoren, die gesamtgesellschaftliche Hintergründe beleuchten.
  • 11 Indikatoren zu Aspekten von relativer Armut sowie
  • 7 Indikatoren zum Thema Reichtum in Deutschland.

Bereits im Vorfeld des 5. Armuts- und Reichtumsberichtes wurde das Indikatorentableau in seiner ursprünglichen Form veröffentlicht und aktualisiert. Auf dieser Grundlage wurde den Beratern und wissenschaftlichen Gutachtern die Möglichkeit gegeben, Vorschläge zur Verbesserung zu machen. Sie bildeten den Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung. Das IAW Tübingen hat die Arbeiten wissenschaftlich begleitet und das Ergebnis dem Beraterkreis und dem Wissenschaftlichen Gutachtergremium präsentiert. Das neue Konzept trägt dem Wunsch nach Kontinuität Rechnung und behält die Struktur mit Einteilung der Indikatoren in die Bereiche Gesellschaft, "Armut" und "Reichtum" bei. Es ist in der Darstellung und den Untergliederungen jedoch einheitlicher und zielgenauer als bisher. Indikatoren, die nur vermittelt einen Bezug zu "Armut" oder zu "Reichtum" aufweisen, wie solche zur gesamten Einkommensverteilung, zur Wohnsituation, zur Sozialen Teilhabe oder zur Gesundheit, werden als Hintergrundinformationen dem Bereich "Gesellschaft" zugeordnet und nach sozio-ökonomischen Merkmalen untergegliedert. Insgesamt ist die Weiterentwicklung als deutliche Verbesserung zu werten, die gleichwohl an der bewährten Berichterstattung festhält.

Weiterhin sollte ein Indikator immer auf den Kern einer konkreten Fragestellung Bezug nehmen. Er sollte zudem robust, statistisch valide und nicht manipulierbar sein. Dann sollten die Indikatoren die Eigenschaft der Vergleichbarkeit, Klassifizierbarkeit und Vollständigkeit erfüllen. Für das Indikatorentableau als Ganzes gilt, dass die Indikatoren die verschiedenen Dimensionen bzw. Lebenslagen thematisch ausgewogen darstellen sollten. Das Gewicht einzelner Indikatoren sollte angemessen sein und die Indikatoren bei einer Gegenüberstellung keine Widersprüche aufweisen. Schließlich sollte ihre Kalkulation weitgehend transparent sein, sodass auch der interessierte Laie Funktion und Aufbau der Indikatoren verstehen kann.

Deshalb werden neben den Daten auch Hintergründe, Quellen und Berechnungsweisen der Öffentlichkeit soweit als möglich zeitnah und laufend zugänglich zu machen.

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Zusatzinformationen

Open Data

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Open Data

Hier stehen Ihnen Informationen des Armuts- und Reichtumsbericht als Open Data zur Verfügung.

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